Vanessa Bruno: Französischer Clean-Chic

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„Paris – mon amour“ – so könnte man die Kreationen von Vanessa Bruno überschreiben. Denn man denkt beim Anblick der herrlich unkomplizierten Kollektionen unwillkürlich an französische Mode. Ihre raffinierten Schnitte, die gedeckten Farben und die außergewöhnlichen Details ergeben den typischen Pariser Stil, für den die Designerin bekannt ist. Dabei hat sie als Tochter eines dänischen Supermodels aus den 60er Jahren auch nordische Wurzeln. Das Mode-Gen bekam sie jedoch ebenso von ihrem Vater, dem Gründer des französischen Modehauses „Emmanuelle Khan“, vererbt. Unter diesen Voraussetzungen ist nachvollziehbar, weshalb sich Vanessa Bruno voll und ganz der Modewelt gewidmet hat und bereits mit 24 Jahren ihr eigenes Label gründete. Mittlerweile ist sie eine Größe in der Modebranche und sowohl Nicole Kidman als auch Charlotte Gainsbourg lieben ihre eleganten Schnitte und die schön drapierten Kleider aus luxuriöser Wolle und Seide.

In ihrer neuen Herbst-/Winter-Kollektion mischt sie gekonnt männliche Modernität mit femininen Akzenten und verbindet sie mit mädchenhafter Leichtigkeit. Androgyne Blazer im Herrenstil und weite Bundfaltenhosen aus Flanellstoffen treffen auf klassische Hemdblusen mit Smoking-Plastron. Dabei arbeitet die Französin auch mit optischen Effekten. Durch die farblich abgesetzten Knopfleisten sowie die tiefen V-Ausschnitte der fließenden Chiffon-Kleider betont sie beispielsweise die Vertikale ihrer Outfits. Kontraste dazu bilden die horizontalen Glanzstreifenapplikationen am Saum der gerade geschnittenen, schweren Wollmäntel. Kastenjacken mit großen Knöpfen heben die schlanke fließende Silhouette der Röcke hervor. Brunos hauchzarte Seiden-Kleider mit stilistisch angedeutetem Revers in der Front sowie die Jersey-Kleider in Glanzoptik und die zauberhaft leichten Tunika-Kleider mit grafischen Glitzerapplikationen vervollkommnen die aktuelle Herbst-/Winterkollektion, weil sie die nötige Lässigkeit in die sonst eher strengen und geradlinigen Entwürfe bringen. Insgesamt gehen auch bei ihren aktuellen Entwürfen wieder harte und weiche Materialien, Silhouetten und Farben eine gelungene Symbiose ein, so dass die französische Designerin ihrem Stil treu bleibt. Trés bon, Madame Bruno!